Altersvorsorge

Riester-Rente

Staatlich geförderte private Altersvorsorge mit Zulagen und Steuervorteil.

Unsere Quellen und Methodik

Alle Zahlen basieren auf offiziellen Quellen: Destatis (Statistisches Bundesamt), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium der Finanzen (BMF), Deutsche Bundesbank, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Inhalte werden quartalsweise auf Aktualität geprüft. Alle Berechnungen können bei Steuerberater oder Rechtsanwalt verifiziert werden. Wir bieten keine Rechts- oder Steuerberatung im Sinne des RDG/StBerG an.

Definition

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge. Der Staat gewährt eine Grundzulage und Kinderzulagen; zusätzlich können die Beiträge als Sonderausgaben die Steuer senken. Im Gegenzug ist das Produkt an Bedingungen gebunden (z. B. lebenslange Verrentung). Riester lohnt sich vor allem für Familien mit Kindern und Geringverdiener, steht aber wegen Kosten und Komplexität in der Kritik.

Zulagen und Steuervorteil

Es gibt eine jährliche Grundzulage und eine Kinderzulage pro kindergeldberechtigtem Kind. Um die volle Förderung zu erhalten, muss ein Mindesteigenbeitrag (4 % des Vorjahres-Bruttoeinkommens abzüglich Zulagen) eingezahlt werden. Zusätzlich prüft das Finanzamt, ob der Sonderausgabenabzug günstiger ist (Günstigerprüfung).

Für wen sich Riester lohnt — und Kritik

Besonders attraktiv ist Riester für Familien mit mehreren Kindern und für Geringverdiener, da die Zulagen relativ stark wirken. Kritisiert werden hohe Kosten mancher Verträge, geringe Flexibilität und die Pflicht zur Verrentung. Wer flexibel und kostengünstig vorsorgen will, prüft alternativ einen ETF-Sparplan.

Beispiel

Eine Familie mit zwei Kindern erhält über Grund- und Kinderzulagen eine spürbare jährliche Förderung — vorausgesetzt, der Mindesteigenbeitrag wird eingezahlt.

Tipps

  • Mindesteigenbeitrag einzahlen, um die volle Zulage zu erhalten.
  • Zulagen über einen Dauerzulagenantrag automatisch beantragen.
  • Kosten des Vertrags genau prüfen und mit einem ETF-Sparplan vergleichen.

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Häufige Fragen

Für wen lohnt sich die Riester-Rente?

Vor allem für Familien mit Kindern und Geringverdiener, da die Zulagen relativ stark wirken. Bei hohen Vertragskosten oder Wunsch nach Flexibilität kann ein ETF-Sparplan besser passen.

Wie hoch ist die Riester-Förderung?

Es gibt eine jährliche Grundzulage plus Kinderzulage je Kind. Für die volle Förderung ist ein Mindesteigenbeitrag von 4 % des Vorjahres-Bruttos (abzüglich Zulagen) nötig.

LM

Leutrim Miftaraj

Buchautor "Identity Over Discipline", Founder Innopulse Consulting GmbH (CH). Schreibt seit 2023 über persönliche Finanzen, ETF-Investments und SaaS-Strategien für DACH.