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Was kostet die Erbschaftsteuer?

Kurzantwort 2026

Die Erbschaftsteuer in Deutschland richtet sich nach dem Verwandtschaftsverhältnis: Nahen Angehörigen (Ehepartner, Kinder) stehen hohe persönliche Freibeträge zu, sodass viele Erbschaften steuerfrei bleiben. Über den Freibeträgen greifen nach Steuerklasse gestaffelte Sätze. Frühzeitige Gestaltung (Schenkungen, Freibeträge nutzen) kann die Steuer senken.

Unsere Quellen und Methodik

Alle Zahlen basieren auf offiziellen Quellen: Destatis (Statistisches Bundesamt), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium der Finanzen (BMF), Deutsche Bundesbank, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Inhalte werden quartalsweise auf Aktualität geprüft. Alle Berechnungen können bei Steuerberater oder Rechtsanwalt verifiziert werden. Wir bieten keine Rechts- oder Steuerberatung im Sinne des RDG/StBerG an.

💰 Über Freibetrag: gestaffelt nach Steuerklasse

hoher Freibetrag
Ehepartner
hoher Freibetrag je Kind
Kinder
niedriger Freibetrag, höhere Sätze
Entfernte/Nichtverwandte
Freibeträge alle 10 Jahre nutzbar
Schenkung

Kostenaufstellung im Detail

PositionRichtwert (€)
Erbe bis Freibetragsteuerfrei
Ehepartner-Freibetragsehr hoch
Kinder-Freibetrag (je Kind)hoch
Steuersatz über Freibetraggestaffelt je Steuerklasse

Freibeträge und Steuerklassen

Die Erbschaftsteuer knüpft an das Verwandtschaftsverhältnis an. Es gibt drei Steuerklassen: Steuerklasse I umfasst die nächsten Angehörigen (Ehepartner, Kinder, Enkel) mit den höchsten Freibeträgen und niedrigsten Sätzen, Steuerklasse II etwa Geschwister und Schwiegerkinder, Steuerklasse III alle übrigen (etwa Nichtverwandte, Lebensgefährten ohne Ehe) mit den niedrigsten Freibeträgen und höchsten Sätzen. Ehepartner und Kinder haben hohe persönliche Freibeträge, sodass ein großer Teil der Erbschaften innerhalb der Familie steuerfrei bleibt. Nur der Betrag über dem Freibetrag wird besteuert, und zwar mit nach Höhe und Steuerklasse gestaffelten Sätzen. Für das selbstgenutzte Familienheim gibt es unter Bedingungen eine besondere Steuerbefreiung.

Gestaltung und Planung

Wer größere Vermögen vererben will, kann die Steuerlast durch frühzeitige Gestaltung senken. Der wichtigste Hebel: Schenkungen zu Lebzeiten nutzen dieselben Freibeträge wie das Erbe, und diese Freibeträge stehen alle zehn Jahre erneut zur Verfügung — durch gestaffelte Schenkungen über die Jahre lässt sich Vermögen steuergünstig übertragen. Auch die geschickte Verteilung auf mehrere Erben (jeder mit eigenem Freibetrag), das Nutzen der Familienheim-Befreiung und güterrechtliche Gestaltungen bei Ehepaaren können helfen. Zugleich sollte die eigene Absicherung Vorrang haben, und die rechtlichen wie steuerlichen Details sind komplex. Bei größeren Vermögen oder komplexen Verhältnissen ist fachliche Beratung (Steuerberater, Notar) sinnvoll, um Freibeträge optimal zu nutzen und Fehler zu vermeiden.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Erbschaftsteuer in Deutschland?

Sie richtet sich nach dem Verwandtschaftsverhältnis. Nahen Angehörigen (Ehepartner, Kinder) stehen hohe Freibeträge zu, sodass viele Erbschaften steuerfrei bleiben. Über dem Freibetrag greifen nach Steuerklasse gestaffelte Sätze.

Muss ich als Kind Erbschaftsteuer zahlen?

Nur auf den Betrag, der den hohen persönlichen Freibetrag für Kinder übersteigt. Viele Erbschaften an Kinder bleiben dadurch ganz oder teilweise steuerfrei. Für das selbstgenutzte Familienheim gibt es zusätzlich eine besondere Befreiung.

Wie kann ich Erbschaftsteuer sparen?

Durch frühzeitige Schenkungen zu Lebzeiten, denn die Freibeträge stehen alle zehn Jahre erneut zur Verfügung. Auch die Verteilung auf mehrere Erben und die Familienheim-Befreiung helfen. Bei größeren Vermögen ist fachliche Beratung sinnvoll.

LM

Leutrim Miftaraj

Buchautor "Identity Over Discipline", Founder Innopulse Consulting GmbH (CH). Schreibt seit 2023 über persönliche Finanzen, ETF-Investments und SaaS-Strategien für DACH.

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