Was kostet ein Notar?
Notarkosten sind in Deutschland durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) bundeseinheitlich geregelt und richten sich meist nach dem Geschäftswert. Beim Immobilienkauf betragen die Notar- und Grundbuchkosten zusammen grob 1,5–2 % des Kaufpreises. Beglaubigungen und einfache Beurkundungen sind deutlich günstiger.
Unsere Quellen und Methodik
Alle Zahlen basieren auf offiziellen Quellen: Destatis (Statistisches Bundesamt), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium der Finanzen (BMF), Deutsche Bundesbank, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Inhalte werden quartalsweise auf Aktualität geprüft. Alle Berechnungen können bei Steuerberater oder Rechtsanwalt verifiziert werden. Wir bieten keine Rechts- oder Steuerberatung im Sinne des RDG/StBerG an.
💰 Immobilienkauf: ca. 1,5–2 % des Kaufpreises
Kostenaufstellung im Detail
| Position | Richtwert (€) |
|---|---|
| Notarkosten Immobilienkauf | ca. 1–1,5 % des Preises |
| Grundbuchkosten | ca. 0,5 % des Preises |
| Unterschriftsbeglaubigung | meist unter 100 |
| Notarielles Testament | wertabhängig |
Wann Sie einen Notar brauchen
Bestimmte Rechtsgeschäfte müssen in Deutschland notariell beurkundet werden, um gültig zu sein — allen voran der Kauf und Verkauf von Immobilien, aber auch Grundschuldbestellungen, Eheverträge, Erbverträge, notarielle Testamente und die Gründung bestimmter Gesellschaften (etwa GmbH). Daneben beglaubigen Notare Unterschriften. Die Kosten sind durch das GNotKG bundeseinheitlich geregelt und damit nicht verhandelbar — jeder Notar berechnet für dasselbe Geschäft dieselben Gebühren. Sie richten sich überwiegend nach dem Geschäftswert.
Kosten beim Immobilienkauf und Sparen
Beim Immobilienkauf sind die Notar- und Grundbuchkosten ein fester Nebenkostenblock von zusammen grob 1,5–2 % des Kaufpreises, den Käufer in der Regel tragen. Da die Gebühren gesetzlich festgelegt sind, lässt sich hier nicht durch Anbieterwahl sparen — wohl aber, indem man den beurkundungspflichtigen Wert nicht künstlich erhöht (etwa mitverkauftes bewegliches Inventar wie Einbauküche gesondert und nicht über den beurkundeten Kaufpreis abwickeln, was zugleich Grunderwerbsteuer spart, sofern angemessen und korrekt ausgewiesen). Bei einem Testament ist abzuwägen: Ein handschriftliches (eigenhändiges) Testament ist kostenlos, ein notarielles kostet Gebühren, kann aber Klarheit schaffen und den späteren Erbschein ersparen.
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Was kostet ein Notar in Deutschland?
Die Gebühren sind durch das GNotKG bundeseinheitlich geregelt und meist wertabhängig. Beim Immobilienkauf betragen Notar- und Grundbuchkosten zusammen grob 1,5–2 % des Kaufpreises. Beglaubigungen sind deutlich günstiger.
Kann ich bei Notarkosten sparen?
Durch Anbieterwahl nicht — die Gebühren sind gesetzlich festgelegt und für dasselbe Geschäft überall gleich. Sparen lässt sich nur über den beurkundungspflichtigen Wert (z. B. bewegliches Inventar korrekt gesondert ausweisen).
Wann brauche ich einen Notar?
Für beurkundungspflichtige Geschäfte: Immobilienkauf, Grundschuld, Ehe- und Erbverträge, notarielle Testamente und die Gründung bestimmter Gesellschaften. Daneben für Unterschriftsbeglaubigungen.
Leutrim Miftaraj
Buchautor "Identity Over Discipline", Founder Innopulse Consulting GmbH (CH). Schreibt seit 2023 über persönliche Finanzen, ETF-Investments und SaaS-Strategien für DACH.