Was kostet die Elternzeit?
In der Elternzeit ersetzt das Elterngeld einen Teil des wegfallenden Einkommens — das Basiselterngeld beträgt rund 65 % des vorherigen Nettoeinkommens innerhalb eines gesetzlichen Rahmens (Mindest- und Höchstbetrag). Es bleibt also meist eine Einkommenslücke, die man vor der Geburt einplanen und ansparen sollte.
Unsere Quellen und Methodik
Alle Zahlen basieren auf offiziellen Quellen: Destatis (Statistisches Bundesamt), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium der Finanzen (BMF), Deutsche Bundesbank, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Inhalte werden quartalsweise auf Aktualität geprüft. Alle Berechnungen können bei Steuerberater oder Rechtsanwalt verifiziert werden. Wir bieten keine Rechts- oder Steuerberatung im Sinne des RDG/StBerG an.
💰 Elterngeld (Basis): ~65 % des Nettos (im Rahmen)
Kostenaufstellung im Detail
| Position | Richtwert (€) |
|---|---|
| Wegfallendes Nettoeinkommen | 100 % |
| Basiselterngeld | ~65 % (im Rahmen) |
| Verbleibende Lücke | einzuplanen/anzusparen |
| Partnerschaftsbonus (optional) | zusätzliche Monate |
Elterngeld und die Einkommenslücke
Die Elternzeit selbst ist ein Anspruch auf unbezahlte Freistellung vom Job — das Einkommen wird durch das staatliche Elterngeld teilweise ersetzt. Das Basiselterngeld beträgt für die meisten rund 65 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens vor der Geburt, innerhalb eines gesetzlichen Rahmens mit Mindest- und Höchstbetrag. Für Geringverdiener steigt der Ersatzsatz, für Höherverdiener greift der Höchstbetrag. Da das Elterngeld also unter dem bisherigen Nettoeinkommen liegt, entsteht eine Lücke, die je nach Einkommen und gewählter Bezugsdauer erheblich sein kann. Diese Lücke sollte man vor der Geburt kennen und über einen Puffer ansparen.
Die Varianten und Planung
Es gibt Gestaltungsspielraum: Das Basiselterngeld wird über bis zu 12 Monate gezahlt (14 Monate, wenn beide Partner teilnehmen). Das ElterngeldPlus streckt den Bezug über die doppelte Zeit bei halber Höhe und ist besonders bei Teilzeitarbeit während der Elternzeit attraktiv. Der Partnerschaftsbonus belohnt es, wenn beide Eltern gleichzeitig in Teilzeit arbeiten. Ab einem bestimmten zu versteuernden Jahreseinkommen entfällt der Anspruch. Für die Finanzplanung wichtig: Elterngeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt (es erhöht den Steuersatz auf das übrige Einkommen), und die Wahl der Steuerklasse vor der Geburt kann die Höhe beeinflussen. Eine frühzeitige Planung mit Blick auf die individuelle Situation lohnt sich.
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Wie viel Geld bekomme ich in der Elternzeit?
Das Basiselterngeld beträgt für die meisten rund 65 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens vor der Geburt, innerhalb eines gesetzlichen Rahmens mit Mindest- und Höchstbetrag. Es bleibt meist eine Einkommenslücke.
Was ist der Unterschied zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus?
Das Basiselterngeld wird über bis zu 12 (bzw. 14) Monate in voller Höhe gezahlt. ElterngeldPlus streckt den Bezug über die doppelte Zeit bei halber Höhe — attraktiv bei Teilzeitarbeit während der Elternzeit.
Wie plane ich die Einkommenslücke in der Elternzeit?
Berechnen Sie das voraussichtliche Elterngeld und vergleichen Sie es mit dem bisherigen Netto. Die Differenz sollten Sie vor der Geburt als Puffer ansparen. Auch die Wahl der Steuerklasse vor der Geburt kann die Höhe beeinflussen.
Leutrim Miftaraj
Buchautor "Identity Over Discipline", Founder Innopulse Consulting GmbH (CH). Schreibt seit 2023 über persönliche Finanzen, ETF-Investments und SaaS-Strategien für DACH.