🍼

Was kostet die Elternzeit?

Kurzantwort 2026

In der Elternzeit ersetzt das Elterngeld einen Teil des wegfallenden Einkommens — das Basiselterngeld beträgt rund 65 % des vorherigen Nettoeinkommens innerhalb eines gesetzlichen Rahmens (Mindest- und Höchstbetrag). Es bleibt also meist eine Einkommenslücke, die man vor der Geburt einplanen und ansparen sollte.

Unsere Quellen und Methodik

Alle Zahlen basieren auf offiziellen Quellen: Destatis (Statistisches Bundesamt), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium der Finanzen (BMF), Deutsche Bundesbank, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Inhalte werden quartalsweise auf Aktualität geprüft. Alle Berechnungen können bei Steuerberater oder Rechtsanwalt verifiziert werden. Wir bieten keine Rechts- oder Steuerberatung im Sinne des RDG/StBerG an.

💰 Elterngeld (Basis): ~65 % des Nettos (im Rahmen)

~65 % des Nettos
Basiselterngeld
Mindest- bis Höchstbetrag
Rahmen
länger, halbe Höhe
ElterngeldPlus
vorher ansparen
Lücke

Kostenaufstellung im Detail

PositionRichtwert (€)
Wegfallendes Nettoeinkommen100 %
Basiselterngeld~65 % (im Rahmen)
Verbleibende Lückeeinzuplanen/anzusparen
Partnerschaftsbonus (optional)zusätzliche Monate

Elterngeld und die Einkommenslücke

Die Elternzeit selbst ist ein Anspruch auf unbezahlte Freistellung vom Job — das Einkommen wird durch das staatliche Elterngeld teilweise ersetzt. Das Basiselterngeld beträgt für die meisten rund 65 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens vor der Geburt, innerhalb eines gesetzlichen Rahmens mit Mindest- und Höchstbetrag. Für Geringverdiener steigt der Ersatzsatz, für Höherverdiener greift der Höchstbetrag. Da das Elterngeld also unter dem bisherigen Nettoeinkommen liegt, entsteht eine Lücke, die je nach Einkommen und gewählter Bezugsdauer erheblich sein kann. Diese Lücke sollte man vor der Geburt kennen und über einen Puffer ansparen.

Die Varianten und Planung

Es gibt Gestaltungsspielraum: Das Basiselterngeld wird über bis zu 12 Monate gezahlt (14 Monate, wenn beide Partner teilnehmen). Das ElterngeldPlus streckt den Bezug über die doppelte Zeit bei halber Höhe und ist besonders bei Teilzeitarbeit während der Elternzeit attraktiv. Der Partnerschaftsbonus belohnt es, wenn beide Eltern gleichzeitig in Teilzeit arbeiten. Ab einem bestimmten zu versteuernden Jahreseinkommen entfällt der Anspruch. Für die Finanzplanung wichtig: Elterngeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt (es erhöht den Steuersatz auf das übrige Einkommen), und die Wahl der Steuerklasse vor der Geburt kann die Höhe beeinflussen. Eine frühzeitige Planung mit Blick auf die individuelle Situation lohnt sich.

📊

Elternzeit finanziell planen

Planen Sie die Einkommenslücke der Elternzeit vor — BudgetHub hilft Ihnen, rechtzeitig einen Puffer aufzubauen.

BudgetHub kostenlos starten →

Häufige Fragen

Wie viel Geld bekomme ich in der Elternzeit?

Das Basiselterngeld beträgt für die meisten rund 65 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens vor der Geburt, innerhalb eines gesetzlichen Rahmens mit Mindest- und Höchstbetrag. Es bleibt meist eine Einkommenslücke.

Was ist der Unterschied zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus?

Das Basiselterngeld wird über bis zu 12 (bzw. 14) Monate in voller Höhe gezahlt. ElterngeldPlus streckt den Bezug über die doppelte Zeit bei halber Höhe — attraktiv bei Teilzeitarbeit während der Elternzeit.

Wie plane ich die Einkommenslücke in der Elternzeit?

Berechnen Sie das voraussichtliche Elterngeld und vergleichen Sie es mit dem bisherigen Netto. Die Differenz sollten Sie vor der Geburt als Puffer ansparen. Auch die Wahl der Steuerklasse vor der Geburt kann die Höhe beeinflussen.

LM

Leutrim Miftaraj

Buchautor "Identity Over Discipline", Founder Innopulse Consulting GmbH (CH). Schreibt seit 2023 über persönliche Finanzen, ETF-Investments und SaaS-Strategien für DACH.

Weitere Kostenfragen