Was kostet eine Badsanierung?
Eine komplette Badsanierung kostet in Deutschland 10.000–25.000 € für ein 6–8-m²-Bad — als Faustregel gelten 2.000–3.500 € pro Quadratmeter, wobei die Arbeitskosten rund 50–60 % ausmachen.
Unsere Quellen und Methodik
Alle Zahlen basieren auf offiziellen Quellen: Destatis (Statistisches Bundesamt), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium der Finanzen (BMF), Deutsche Bundesbank, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Inhalte werden quartalsweise auf Aktualität geprüft. Alle Berechnungen können bei Steuerberater oder Rechtsanwalt verifiziert werden. Wir bieten keine Rechts- oder Steuerberatung im Sinne des RDG/StBerG an.
💰 Komplettsanierung (6–8 m²): 10.000–25.000 €
Kostenaufstellung im Detail
| Position | Richtwert (€) |
|---|---|
| Sanitärobjekte (WC, Waschtisch, Dusche/Wanne) | 1.500–5.000 |
| Fliesen + Verlegung | 2.500–6.000 |
| Sanitär-Installation (Leitungen, Anschlüsse) | 3.000–6.000 |
| Elektrik (Beleuchtung, Steckdosen, Lüftung) | 800–2.000 |
| Abbruch, Entsorgung, Estrich/Abdichtung | 1.500–3.500 |
| Maler, Silikon, Kleinteile | 500–1.200 |
Warum Bäder so teuer sind
Auf 6–8 m² arbeiten fünf Gewerke nacheinander: Abbruch, Rohinstallation, Estrich/Abdichtung, Fliesen, Endmontage, Elektrik, Maler. Koordination und Löhne dominieren die Rechnung — deshalb sparen Eigenleistungen bei Abbruch und Malerarbeiten real Geld, während Laien-Abdichtung im Nassbereich das teuerste Risiko der ganzen Baustelle ist (Wasserschäden!). Ein Generalunternehmer (Komplettbad-Anbieter) kostet 10–15 % Aufschlag, erspart aber die Gewerke-Koordination.
Förderung und Steuer mitnehmen
Barrierereduzierung (bodengleiche Dusche, breite Türen, Haltegriffe) fördert die KfW mit Zuschüssen (Programm 455-B, bis 6.250 € — Verfügbarkeit der Fördertöpfe jährlich prüfen) oder Kredit 159; die Pflegekasse zahlt bei Pflegegrad bis 4.180 € je Maßnahme. Ohne Förderung bleiben 20 % der Lohnkosten über § 35a EStG absetzbar (bis 1.200 €/Jahr) — Rechnung mit ausgewiesenem Lohnanteil und Überweisung sind Pflicht.
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Was kostet nur eine neue Dusche?
Wanne raus, bodengleiche Dusche rein: 4.000–8.000 € inklusive Abdichtung und Fliesenanpassung. Als Einzelmaßnahme mit Pflegegrad oft fast vollständig durch den Pflegekassen-Zuschuss gedeckt.
Badsanierung in der Mietwohnung — wer zahlt?
Grundsätzlich der Vermieter (Instandhaltung). Modernisiert er, darf er 8 % der Kosten auf die Jahresmiete umlegen. Eigene Einbauten des Mieters brauchen Zustimmung und werden beim Auszug zum Rückbau-Thema — vorher schriftlich regeln.
Wie lange im Voraus planen?
Gute Sanitärbetriebe haben 2–5 Monate Vorlauf. Material (v. a. Fliesen, Duschabtrennungen) vor Baubeginn komplett bestellt zu haben, verhindert die teuersten Verzögerungen.
Leutrim Miftaraj
Buchautor "Identity Over Discipline", Founder Innopulse Consulting GmbH (CH). Schreibt seit 2023 über persönliche Finanzen, ETF-Investments und SaaS-Strategien für DACH.