Was kostet ein Au-pair?
Ein Au-pair kostet in Deutschland deutlich mehr als nur das monatliche Taschengeld: Dazu kommen freie Kost und Logis, eine Versicherung, ein Beitrag zu einem Sprachkurs, ein Monatsticket für den Nahverkehr sowie ggf. eine Agenturgebühr. In Summe entstehen so mehrere hundert Euro monatliche Kosten plus die Unterbringung im eigenen Haushalt.
Unsere Quellen und Methodik
Alle Zahlen basieren auf offiziellen Quellen: Destatis (Statistisches Bundesamt), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium der Finanzen (BMF), Deutsche Bundesbank, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Inhalte werden quartalsweise auf Aktualität geprüft. Alle Berechnungen können bei Steuerberater oder Rechtsanwalt verifiziert werden. Wir bieten keine Rechts- oder Steuerberatung im Sinne des RDG/StBerG an.
💰 Monatlich (plus Kost/Logis): mehrere hundert € + Unterbringung
Kostenaufstellung im Detail
| Position | Richtwert (€) |
|---|---|
| Monatliches Taschengeld | Mindestbetrag (gesetzlich) |
| Verpflegung & eigenes Zimmer | im Haushalt gestellt |
| Kranken-/Unfallversicherung | monatlich |
| Sprachkurs-Zuschuss & Ticket | monatlich |
Was ein Au-pair wirklich kostet
Ein Au-pair lebt als Teil der Gastfamilie im Haushalt und hilft bei der Kinderbetreuung und leichten Hausarbeiten, im Gegenzug für Taschengeld, Verpflegung, Unterkunft und die Möglichkeit, Sprache und Kultur kennenzulernen. Die Kosten gehen über das Taschengeld hinaus: Die Gastfamilie muss ein eigenes Zimmer und die volle Verpflegung stellen, eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung abschließen, sich an den Kosten eines Sprachkurses beteiligen und ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr bereitstellen. Kommt eine Vermittlungsagentur hinzu, fällt eine einmalige oder laufende Gebühr an. In Summe ist das Au-pair damit teurer, als das reine Taschengeld vermuten lässt — aber für eine flexible, familiennahe Ganztagsbetreuung oft günstiger als andere Vollzeitlösungen.
Rahmenbedingungen und Grenzen
Das Au-pair-Verhältnis ist klar geregelt: Es gibt eine maximale wöchentliche Arbeitszeit, Anspruch auf freie Tage und Urlaub, und das Au-pair ist keine reguläre Arbeitskraft, sondern zur kulturellen Begegnung im Land. Die Betreuung durch ein Au-pair eignet sich für Familien mit ausreichend Wohnraum (eigenes Zimmer nötig) und dem Wunsch nach flexibler, familiennaher Betreuung — sie ersetzt aber keine pädagogische Kita-Betreuung und ist an die Präsenz im Haushalt gebunden. Für die Budgetplanung sollten alle Nebenkosten (Versicherung, Kurs, Ticket, Verpflegung, ggf. Agentur) einbezogen werden, nicht nur das Taschengeld. Wichtig ist auch, die Eignung und das gegenseitige Passen im Vorfeld sorgfältig zu prüfen.
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Was kostet ein Au-pair in Deutschland?
Neben dem monatlichen Taschengeld fallen freie Kost und Logis, eine Versicherung, ein Sprachkurs-Zuschuss und ein Nahverkehrsticket an, ggf. plus Agenturgebühr. In Summe mehrere hundert Euro monatlich plus die Unterbringung im Haushalt.
Ist ein Au-pair günstiger als eine Kita?
Für eine flexible, familiennahe Ganztagsbetreuung kann ein Au-pair günstiger sein als andere Vollzeitlösungen — allerdings braucht es ein eigenes Zimmer, und es ersetzt keine pädagogische Kita-Betreuung.
Welche Pflichten hat die Gastfamilie?
Sie muss Taschengeld, eigenes Zimmer und volle Verpflegung, eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung, einen Sprachkurs-Zuschuss und ein Nahverkehrsticket stellen sowie die geregelten Arbeitszeiten, freien Tage und den Urlaub einhalten.
Leutrim Miftaraj
Buchautor "Identity Over Discipline", Founder Innopulse Consulting GmbH (CH). Schreibt seit 2023 über persönliche Finanzen, ETF-Investments und SaaS-Strategien für DACH.